Angehörige_Endometriose_Adenomyose_Sympt

Ich bin Partner:in 

Was sind Endometriose & Adenomyose?

Endometriose und Adenomyose sind chronische Erkrankungen. Bei Endometriose befindet sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle und kann sich an Organen ansiedeln. Es entstehen chronische Entzündungen, die sich in starken Schmerzen bei den Betroffenen äußern. Jede 10. Frau ist von Endometriose betroffen. 

 

Bei Adenomyose befindet sich Schleimhautgewebe innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutterwand (Myometrium).

 

Endometriose und Adenomyose äußern sich in ähnlichen Symptomen.

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Mögliche Schmerzen

& Symptome

Du möchtest mehr über die zwei Erkrankungen erfahren?

Auswirkungen der Erkrankungen

Die Symptome von Endometriose und Adenomyose können sich auf den ganzen Körper auswirken. Sie haben einen Einfluss auf den privaten und beruflichen Alltag der Betroffenen. 

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Auswirkungen der Erkrankungen auf die Beziehung

Die Erkrankungen beeinflussen auch dich als Partner:in und eure Beziehung. Du bist nicht allein – wenn du auch so empfindest, denn ca. 95% der Partner:innen stimmen dem zu. Es ist ok, sich hilflos, überfordert oder gar verzweifelt zu fühlen. Das muss aber noch lange nicht das Aus einer Beziehung bedeuten, denn eine offene Kommunikation kann euch helfen!

Betroffene haben uns gesagt, dass sie besonders dankbar dafür sind, wenn ihre Partner:innen mitfühlen. Sie wissen um die Beeinflussung und geben deshalb an, dass sie sich oft schlecht fühlen und ein schlechtes Gewissen haben. 

Was können wir gemeinsam tun?

So banal es klingen mag: bitte sprecht miteinander über die Erkrankung. Ein Großteil der Betroffenen gibt an, dass es ihnen gut tut, über die Erkrankung zu sprechen.

Die hier aufgeführten Hilfestellungen zur Kommunikation beruhen auf Angaben aus einer Studie von 2021.

» Informiere dich gerne als Grundlage zusätzlich eigenständig 

» Fragt euch, ob ihr über bestimmte Themen nicht reden möchtet

» Animiert euch gegenseitig die Kommunikation öfter zu suchen

» Sprecht über eure Ängste und lernt dabei euch aktiv zuzuhören

» Nehmt eure Sorgen ernst und zeigt gegenseitiges Verständnis

» Stellt eure persönlichen Wünsche nicht in den Hintergrund sondern sucht nach gemeinsamen Lösungen

» Bedankt euch gegenseitig für ein offenes Gespräch

» Gebt euch Zeit, selber den richtigen Weg und Umgang mit den Erkrankungen herauszufinden 

Auswirkungen auf das Sexualleben

Sowohl Partner:innen als auch Betroffene geben zu 80% an, dass die Erkrankungen einen negativen Einfluss auf sexuelle Handlungen hat. Der Geschlechtsverkehr hat für viele einen hohen Stellenwert in Beziehungen. 

Diese Schmerzen müssen nicht immer beim Geschlechtsverkehr auftreten. Bei einigen Frauen* treten Schmerzen erst nach dem Verkehr und/oder Orgasmus erst ein. Einige Betroffene haben schon vor dem Verkehr Sorge vor den Schmerzen und versuchen damit Sex zu meiden. Andere nehmen die Schmerzen in Kauf – aus Angst vor Zurückweisung oder gar einer Trennung. 

Als Partner:in fühlt man sich deshalb schnell verunsichert, schuldig oder gar abgelehnt. 

Auch hier ist das Schlüsselwort: Kommunikation.

» Sprecht miteinander und versucht euch in neuen Positionen oder Praktiken.

» Eine stressfreie Atmosphäre, Spielzeug oder ein ausgedehntes Vorspiel könnte euch vielleicht helfen.

» Gerade das Ausprobieren von neuen Dingen konnte betroffenen Frauen* helfen wieder mehr Freude am Verkehr mit ihrer/ihrem Partner:in zu haben. Ganz nebenbei kann die Beziehung einen neuen Aufschwung erleben.

 

Findet deshalb euren ganz individuellen Weg! 

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Danke, dass du bis hier her gelesen hast!

Damit hilfst du nicht nur dir, sondern auch allen Betroffenen durch dein Interesse und nun erweitertes Wissen!